Dichte, gewürzte Honig-Nuss-Küchlein aus Basel, mit Kirsch-Zuckerglasur überzogen und in kleine Rechtecke geschnitten.
★★★★★ 4.7 (134 Bewertungen)
30 minVorbereitung
20 minBackzeit
1h + RuhezeitGesamtzeit
30 StückPortionen
MittelSchwierigkeit
Nährwerte (pro Portion)
140 kcalKalorien
28gKohlenhydrate
2gEiweiß
3gFett
0gGesättigte Fettsäuren
20gZucker
1gBallaststoffe
20mgNatrium
Ungefähre Werte pro Portion (30 Stück), berechnet aus den typischen Zutaten des Rezepts — ersetzen keine professionelle Ernährungsberatung.
Basler Läckerli sind ein würziges, dichtes Honiggebäck aus der Stadt Basel, das seit Jahrhunderten nach einem traditionellen Rezept mit kandierten Früchten, gehackten Mandeln und Nüssen sowie einer Mischung aus Zimt, Nelken und anderen Gewürzen hergestellt wird. Nach dem Backen wird das Gebäck mit einer dünnen Zuckerglasur überzogen, die traditionell mit Kirschwasser verfeinert wird, und in kleine Rechtecke geschnitten. Läckerli werden mit der Zeit fester und würziger und halten sich dadurch besonders lange — ursprünglich ein Vorteil in Zeiten ohne Kühlschränke, heute ein geschätztes Merkmal des Gebäcks.
Zutaten
250g Honig
150g Zucker
100ml Wasser
350g Mehl
1 Teelöffel Backpulver
1 Teelöffel Zimt
1/2 Teelöffel Nelkenpulver
Abrieb einer Bio-Zitrone
100g kandierte Orangen- und Zitronenschale, fein gehackt
100g gehackte Mandeln
50g gehackte Haselnüsse
Glasur / Sirup
200g Puderzucker
3–4 Esslöffel Wasser oder Kirschwasser
Zubereitung
Honig, Zucker und Wasser in einem Topf erwärmen, bis sich alles aufgelöst hat, dann leicht abkühlen lassen.
Mehl mit Backpulver, Zimt, Nelkenpulver und Zitronenabrieb vermischen.
Kandierte Früchte, Mandeln und Haselnüsse unterrühren.
Die warme Honigmischung dazugeben und zu einem festen, klebrigen Teig verarbeiten.
Den Teig etwa 1cm dick auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech streichen.
Bei 180°C etwa 18–20 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist.
Noch warm mit der Zuckerglasur (Puderzucker mit Wasser oder Kirschwasser verrührt) bestreichen.
Vollständig auskühlen lassen, dann in kleine Rechtecke schneiden. Läckerli werden am besten 1–2 Tage vor dem Verzehr vorbereitet, damit sie durchziehen können.
Tipps
Läckerli schmecken frisch gebacken eher fest — nach ein bis zwei Tagen in einer Dose werden sie weicher und aromatischer.
Kirschwasser in der Glasur ist traditionell, kann aber problemlos durch Wasser ersetzt werden.
In einer gut verschlossenen Dose halten sich Läckerli mehrere Wochen — sie gehören zu den am längsten haltbaren Schweizer Gebäcken.
Herkunft und Wissenswertes
Basler Läckerli sind ein traditionelles Gebäck aus der Stadt Basel mit einer dokumentierten Geschichte, die bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht, als Basel ein wichtiger Handelsplatz für Gewürze und kandierte Früchte war; das Gebäck gilt heute als eines der bekanntesten kulinarischen Wahrzeichen der Stadt und ist Teil des Schweizer kulinarischen Erbes (Patrimoine culinaire).
Läckerli gelten als eines der ältesten belegten Gebäcke der Schweiz, mit Rezepten, die teils bis ins Mittelalter zurückreichen.
Basel war historisch ein bedeutender Umschlagplatz für Gewürze und kandierte Früchte aus Übersee, was die Basler Läckerli-Tradition erst ermöglichte.
Häufig gestellte Fragen
Warum werden Läckerli mit der Zeit besser?
Der Honig im Teig zieht Feuchtigkeit und macht das Gebäck nach ein bis zwei Tagen Ruhezeit weicher und intensiver im Geschmack als direkt nach dem Backen.
Kann ich die kandierten Früchte weglassen?
Sie gehören zum traditionellen Rezept, können bei Bedarf aber reduziert oder durch getrocknete Früchte ersetzt werden.
Woher kommt der Name Läckerli?
Der Name leitet sich vom baseldeutschen Wort für 'Leckerei' oder 'kleine Köstlichkeit' ab.