Knuspriger, hauchdünner Teig um eine warme Apfel-Zimt-Füllung — ein Klassiker der Wiener Kaffeehaus-Kultur.
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50 min (+ 30 min Ruhezeit)Vorbereitung
38 minBackzeit
2hGesamtzeit
8 PortionenPortionen
AnspruchsvollSchwierigkeit
Nährwerte (pro Portion)
300 kcalKalorien
44gKohlenhydrate
4gEiweiß
12gFett
6gGesättigte Fettsäuren
26gZucker
3gBallaststoffe
160mgNatrium
Ungefähre Werte pro Portion (8 Portionen), berechnet aus den typischen Zutaten des Rezepts — ersetzen keine professionelle Ernährungsberatung.
Der Apfelstrudel ist eines der bekanntesten Symbole der österreichischen Küche und war schon am Wiener Kaiserhof beliebt. Charakteristisch ist der hauchdünn ausgezogene Strudelteig, der so transparent sein soll, dass man eine Zeitung durch ihn hindurch lesen kann — ein Handwerk, das Übung braucht. Wer sich das Ausziehen nicht zutraut, kann auf fertigen Strudel- oder Filoteig zurückgreifen, ohne dass der Geschmack darunter leidet.
Zutaten
250g Mehl
1 Ei
1 EL Öl
125ml lauwarmes Wasser
1 Prise Salz
Glasur / Sirup
1,2 kg Äpfel, geschält und in dünne Scheiben geschnitten
80g Zucker
1 TL Zimt
50g Rosinen
50g gehackte Walnüsse
80g Semmelbrösel, in Butter geröstet
80g geschmolzene Butter zum Bestreichen
Puderzucker zum Bestäuben
Zubereitung
Mehl, Ei, Öl, Wasser und Salz zu einem glatten, elastischen Teig kneten, bis er sich vom Schüsselrand löst.
Den Teig zugedeckt 30 Minuten ruhen lassen.
Den Teig auf einem bemehlten Tuch so dünn wie möglich von Hand ausziehen.
Die gerösteten Semmelbrösel auf dem Teig verteilen (sie nehmen die Flüssigkeit der Äpfel auf).
Äpfel mit Zucker, Zimt, Rosinen und Walnüssen vermischen und auf einer Seite des Teigs verteilen.
Mit Hilfe des Tuchs den Strudel straff aufrollen und auf ein Backblech legen.
Mit geschmolzener Butter bestreichen und bei 200°C etwa 35–40 Minuten backen, bis er goldbraun ist.
Nach dem Backen mit Puderzucker bestäuben und lauwarm servieren.
Tipps
Wer den Teig nicht selbst ausziehen möchte, kann fertigen Strudelteig aus dem Kühlregal verwenden.
Die gerösteten Semmelbrösel sind wichtig — sie verhindern, dass der Teig durch den Apfelsaft durchweicht.
Herkunft und Wissenswertes
Der Apfelstrudel ist eines der bekanntesten Gebäcke der österreichischen Küche und geht vermutlich auf orientalische Einflüsse zurück, die über das Osmanische Reich in die Habsburgermonarchie gelangten und sich mit der Wiener Backtradition vermischten.
Der Strudelteig soll traditionell so dünn ausgezogen werden, dass man eine Zeitung durch ihn hindurch lesen kann.
Nach dem Kaiserschmarrn gilt der Apfelstrudel als die zweitbeliebteste Süßspeise Österreichs.
Häufig gestellte Fragen
Warum reißt mein Strudelteig beim Ausziehen?
Der Teig muss lange genug ruhen (mindestens 30 Minuten) und ausreichend Öl enthalten, um elastisch genug zu sein.
Kann ich fertigen Blätterteig verwenden?
Das Ergebnis wird dann eher wie ein Apfelkuchen im Blätterteigmantel als ein klassischer Strudel, schmeckt aber trotzdem gut.
Wie wird der Strudel traditionell serviert?
Lauwarm, mit Vanillesauce oder Schlagsahne und einem Klecks Puderzucker.